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alterGlaube und neueHeimat – 01/2026

Liebe Mitglieder und Freunde der Pfarrei Malsching

Hurra! Hurra! Das neue Jahr ist da!

Dieses erste neueHeimat-Blatt des Jahres 2026
möchte ich mit den allerbesten Wünschen für Euch und alle Eure Lieben beginnen.

Und wie jedes Jahr fragen wir uns, was das Neue bringen mag. Ja, ein neues Jahr – 2026.

Auch vor 80 Jahren – 1946 – haben unsere Eltern und Großeltern, und wohl auch einige von unseren älteren Landsleuten sich gefragt, was das neue Jahr bringen mag.

In jenem Jahr begann in großem Stil die Umsetzung der auf der Potsdamer Konferenz endgültig beschlossenen Vertreibung der Deutschen aus der Heimat. Von Manchen etwas beschönigend als „Transfer“ oder „Odsun“ bezeichnet.

Wie schwer mag es gefallen sein, Hab und Gut, das Vieh im Stall oder gar Maunzi, die Hauskatze zurückzulassen und mit einer schnell gezimmerten Kiste oder ein paar „Binckeln“ die Reise ins Unbekannte anzutreten.

Meine Eltern hatten dabei noch Glück, denn mein Vater konnte noch ein bisschen Werkzeug zu meinen erlaubten 50 kg Ausreisegepäck einpacken. In meinem Alter von vier Monaten besaß ich außer ein paar Windeln, einer Stoffpuppe und meinem Kinderwagen nichts.  Der allerdings wurde im Lager Kaplitz als nicht zur Ausfuhr zugelassenes Gut konfisziert. Selbst dieses spärliche Reisegepäck war vor Plünderungen nicht sicher.

Endlich nach einer Woche im Lager in Furth im Wald angekommen, ging’s erst einmal in Wolken von DDT Pulver zum Entlausen.

Schließlich, nach einer weiteren Woche im Lager Mainburg kamen wir, d.h. meine Eltern, meine beiden schon erwachsenen Schwestern, Großmutter und ich, bei einem sehr guten Bauern in Grafendorf in der Hallertau an, wo wir alle in der „guten Stube“ untergebracht wurden. Alle anderen Räume waren schon mit Flüchtlingen aus Schlesien belegt. Für die nächsten Jahre fanden wir also in der Hallertau unsere vorläufige und danach in Germering unsere endgültige neueHeimat.

Für das Ausleben der Wehmut hatten die Menschen damals keine Zeit. Oftmals waren die Männer im Krieg gefallen, vermisst oder noch in Gefangenschaft, so dass viele Frauen mit oft fünf oder mehr Kindern auf sich alleine gestellt waren.

Es hieß also „Ärmel aufkrempeln und anpacken“ . Bürgergeld, Hartz IV oder Grundsicherung waren Worte, die damals noch nicht erfunden waren. Und Sozialfürsorge? Gott bewahr! Diese Schande wollte man sich nicht antun. Aber gerade durch diese Zähigkeit, die den Böhmerwäldlern nachgesagt wird, sind wird endgültig auch bei den Einheimischen  „angekommen“ und jeder hat in relativ kurzer Zeit eine wirkliche neueHeimat gefunden.

Bei all diesen Überlegungen erinnerte ich mich an ein  Gedicht von Theodor Fontane mit dem unser Lehrer uns quälte. Zwei Strophen daraus scheinen mir zum heutigen Thema „neues Jahr“ und „Zukunft“ sehr passend und ich möchte sie hier wiedergeben.

Gerade die zweite Strophe möchte ich allen Malschingern, den Malsching-Freunden und allen Lesern der homepage von glaubeundheimat.de ans Herz legen. Denkt daran, in weniger als acht Monaten, vom 21. bis 23. August möchten wir beim Pfarrtreffen in Malsching wieder die Gläser klingen lassen und alte Freunde an der Hand fassen.

Ich bin gerade dabei, für den Samstagsausflug ein paar interessante Punkte zu sammeln. In einem der nächsten neueHeimat-Blätter werde ich wohl schon Näheres darüber berichten können. Wir freuen uns, wenn auch Nicht-Malschinger zu unserem Treffen kommen. Es ist immer sehr kurzweilig und es wurden sogar schon verwandtschaftliche Verbindungen entdeckt, die bisher unbekannt waren.

Bankverbindung für Spenden

Bei der Einrichtung der neuen Homepage von Glaube und Heimat haben wir bedauerlicher-weise etwas Wichtiges vergessen: Es gibt nirgendwo ein Anmeldeformular als Neumitglied zum Verein Glaube und Heimat eV noch einen Hinweis auf die Kontoverbindung.

Erst als die Spender ihre vorgesehenen Weihnachtsspenden nicht überweisen konnten, wurden wir darauf aufmerksam gemacht. Sowohl die Kontonummer der Raiffeisenbank Altmühl-Jura eG (GENODEF1GDG) DE96 7606 9462 0002 5260 00 als auch ein Anmelde-formular stehen jetzt in der Homepage.

Wir würden uns sehr freuen, wenn die Leser der Homepage glaubeundheimat.de, die sich noch nicht als Mitglied registriert haben, anmelden.

Selbstverständlich dürft Ihr aber auch jetzt noch Eure Spende überweisen. All Jene, die durch Eure Spende das Jahr über bedacht werden, danken Euch dafür. (Siehe auch Brief von Bruder Bernhard.)

Mit den besten Glückwünschen für ein gesundes, freudvolles und friedvolles Jahr an die Geburtstagskinder, ebenso wie an alle Leser dieses Berichtes, beende ich das erste neueHeimat-Blatt des Jahres 2026.

Mit herzlichen Grüßen

Gerdy Hecker-Pischulti