Liebe Mitglieder und Freunde der Pfarrei Malsching
Die närrische Zeit, Fasching, Karneval, Fasnacht oder wie immer sie in den verschiedenen Regionen genannt wird, ist seit zwei Wochen vorbei und wir finden uns schon in der Fastenzeit.
Jesus und wir – was unterscheidet uns in der Fastenzeit?
Fastenzeit – der eine oder andere von uns ist in permanenter „Fastenzeit“ um die in der Weihnachtszeit sich auf den Hüften und am Bauch festgesetzten Vanillekipferl oder Christstollen wieder los zu werden. Unsere Gedanken gelten der eingemotteten Sommergarderobe ob diese noch passt. Erst in sechs Wochen wird die Waage uns den Erfolg zeigen. Inzwischen werden wir oft von vielen kleinen Teufeln geplagt, die uns den einen oder anderen Genuss schmackhaft machen wollen. Nur die wenigsten können der Versuchung widerstehen.
Machen wir uns aber auch einen Gedanken, was die Fastenzeit wirklich bedeutet?
Für viele der Religion abgewandten Menschen ist die biblische Bedeutung unbekannt.
Auch Jesus hat nach seiner Taufe vierzig Tage in der Wüste mit Fasten verbracht. Sein „fasten“ bezog sich weniger auf die leiblichen Genüsse sondern eher auf die innere Einkehr und Rücksprache mit Gott. Auch Jesus wurde vom Teufel heimgesucht, der ihm alle Reichtümer der Welt versprach, wenn er ihn statt Gott anbete. Jesus hat den Versuchungen widerstanden.
Für die frühen Christen gab es sehr viele verbotene Speisen, auf die man verzichten musste,
jedoch war es nicht so streng wie bei Jesus, der 40 Tage weder gegessen noch getrunken hat.
Heute geht es mehr um den bewussten Verzicht auf Gewohnheiten anstatt um strenge Verbote. All diese Verzichts-Vorgaben sind für uns Christen kein MUSS sondern ein SOLL.
Trotzdem schadet es keinem von uns für einen bestimmten Zeitraum auf das Schnitzel, Schweinebraten, Tortenstücke oder sonstiges Liebgewordenes zu verzichten. Das Fasten muss sich nicht unbedingt auf Essen und Trinken beziehen. Unseren Kindern oder Enkeln fällt der Verzicht auf Handy und Social Media Konsum schon schwerer.
Das Fasten in anderen Religionen
Zeitgleich mit der christlichen Fastenzeit hat für Muslime am 18. Februar deren Fastenzeit Ramadan begonnen, die 30 Tage bis zum 20. März dauert. Deren Verzichtsvorgaben sind für gläubige Muslime um ein Vielfaches umfangreicher und strenger und eine absolute MUSS-Vorschrift.
Die Juden feiern vom 1. bis 9. April das Pessach Fest, das ebenfalls mit vielen strengen Fasten- und Verzichtsvorschriften behaftet ist. Pessach ist jedoch eher mit dem christlichen Ostern als Freudenfest vergleichbar. Die Juden feiern die Beendigung aus der Sklaverei und den Auszug aus Ägypten, wogegen wir Christen die Auferstehung Jesu feiern.
Dies waren meine ganz persönlichen Gedanken zur Fastenzeit und sollen nicht als „Wort zum Sonntag“ gesehen werden.
Sudetendeutscher Tag 2026 in Brünn (Brno)
Der 76. Sudetendeutsche Tag findet vom 22. bis 25. Mai 2026 (Pfingsten) erstmals in der Tschechischen Republik, in Brünn (Brno), statt. Unter dem Motto „Alles Leben ist Begegnung – Život je setkávání“.
Begegnung – ja das würden wir alle uns wünschen. Leider ist es jedoch Tatsache, dass einer Begegnung auch Grenzen gesetzt sind. Für uns Mitglieder und Leser von Glaube und Heimat sind diese Grenzen hauptsächlich durch die Finanzlage gesetzt. Zum anderen wird eine Begegnung bzw. Verständigung mit den tschechischen Besuchern durch mangelnde Sprachkenntnisse erschwert. Es müsste zudem ein Dolmetscher anwesend sein. Aus diesen Gründen wird es in diesem Jahr erstmals keinen Stand von Glaube und Heimat beim Sudetendeutschen Tag geben. Leider!
und allen Lesern des neuenHeimat-Blattes
herzliche Grüße
Gerdy Hecker-Pischulti

