Liebe Mitglieder und Freunde der Pfarrei Malsching
Nächstes Wochenende dürfen wir vom Samstag, den 31. Oktober auf Sonntag, den 1. November, eine Stunde länger schlafen. Also dran denken: Die Uhren um 1 Stunde ZURÜCK stellen. Besonders die Berufstätigen werden sich freuen, da ja der freie Tag zu Allerheiligen gerade wieder auf einen Sonntag fällt.
Wie jedes Jahr werden wir auch in diesem Jahr die Gräber unserer lieben Verstorbenen schmücken und eine Kerze aufstellen.

Auch für unsere Verstorbenen der Pfarrgemeinde Malsching werden wir in Gedanken ein Licht ent-zünden. Bei unserem Pfarrtreffen haben wir sie am Friedhof in Malsching in unser Gebet eingeschlossen. Seit dem letzten Treffen im August des vergangenen Jahres bis August 2026 wurden uns lediglich fünf Todesfälle gemeldet. Bitte meldet es mir, wenn Euch ein Sterbefall bekannt wird, damit ich die Datei aktualisieren kann.
Am 9. und 10. Oktober fanden in Tschechien die Kommunalwahlen statt. In Malsching wurde der bisherige Bürgermeister Herr Jan Dojčar mit überwältigender Mehrheit wieder gewählt. Das ist nicht nur für die Bürger von Malsching sondern auch für uns Alt-Malschinger ein sehr positiver Aspekt. Nicht nur, dass er sehr viel investiert, um das Erscheinungsbild des Dorfes zu verbessern, z.B. neue Friedhofsmauer, neu angelegten gepflasterten Weg rund um die Kirche und nicht zuletzt die Heimkehr der Malschinger Madonna.

Auch der Pfarrhof soll weiter instandgesetzt werden. Er möchte eine Begegnungsstätte, besonders auch für junge Leute schaffen. Vielleicht gibt es dann vor dem Pfarrhof wieder so viele Kinder und Jugendliche wie auf diesem Foto aus den frühen 30er- Jahren.
Meinem Vorschlag, in diesem Zusammenhang ein kleines Museum bzw. Heimatstube einzurichten, war er sehr aufgeschlossen. Wir alle haben doch sicherlich noch von unseren Eltern oder Großeltern „Schätze“ die für sie sehr wertvoll waren und die sie bei der Vertreibung mitgebracht haben. Unsere Generation schätzt diese Dinge noch – aber unsere Nachkommen?? Bevor diese bei der Auflösung unserer Wohnungen irgendwo lieblos im Müll landen, könnten auch diese wieder „heimkehren“ und dort im Museum in Malsching ausgestellt werden. Ich selbst kann vom Firmbildchen (ca. 1915) über ein samtenes Schultertuch bis zum Fleischwolf aus der Aussteuer meiner Mutter eine ganze Reihe von Raritäten beisteuern. Ich denke, dass dies auch für die „Neu-Malschinger“ interessant ist. Schließlich handelt es sich um die gemeinsame Vergangenheit unseres Dorfes, die nicht erst seit 1946 besteht.
Wann die Renovierung des Pfarrhofes weitergeht und wann sie abgeschlossen ist, kann ich leider nicht sagen. Versucht aber bitte trotzdem, soviel wie möglich zu retten, damit das Heimatmuseum dann auch bestückt werden kann.

Ich schreibe dieses neueHeimat-Blatt heute, am Tag des Erntedankfestes. Ich danke für die gute Suppe, die ich mir gerade schmecken ließ, für alles was ich schon seit dem letzten Fest verzehrt habe und alles was mir auch in Zukunft auf den Teller kommen wird.
Mit den herzlichsten Grüßen
Gerdy Hecker-Pischulti

