Berufs-Segen

Liebe Freunde und Wohltäter,

viele liebe Grüße in die Heimat aus den sonnigen, aber kühlen Herbsttagen aus dem Zululand in Südafrika. Der liebe Gott meint es nicht nur gut mit uns mit dem schönen Wetter, sondern auch mit den vielen jungen Männern, die sich bereit erklären, sich unserer benediktinischen Gemeinschaft anzuschließen.

Zurzeit verzeichnen wir 3 zeitliche Professen, 3 Novizen, 2 Postulanten und 4 Kandidaten.

Am 1. Juni wird sich das Bild etwas ändern. Die zwei Postulanten werden ins Noviziat aufgenommen und die vier Kandidaten ins Postulat.

Sehr auffällig oder bezeichnend ist, dass 7 der Männer in der Ausbildung aus Namibia stammen, 4 aus Südafrika und 1 aus Lesotho. Aus diesem Bild entnehmen wir, dass eine Neugründung in Namibia notwendig wird. Zugleich darf man feststellen, dass das demokratische Südafrika viel an moralischer und spiritueller Qualität eingebüßt hat.

Misswirtschaft und Korruption stehen obenan. Vor drei Wochen war in der lokalen Zeitung ein schockierender Bericht: In den vier Verwaltungsbezirken Vryheid, Ulundi, Mtubatuba und Hlabisa fehlen („unaccounted for“) sage und schreibe 315 Millionen Rand (R 315 000 000).

Kein Wunder, dass besonders in der Stadt Vryheid und Umgebung Teilstrecken der Straßen wegen der großen und vielen Schlaglöcher fast unbefahrbar sind. Elektrische Leitungen werden nicht repariert usw.

Unsere Abtei Inkamana zeigt sich im Vergleich von einer besseren Seite. Wir ließen die Zufahrtsstraße vom Security Gate die 200 m bis zur Schule teeren. Ein großer Gewinn für die Schule, weil wir somit die Staubwolken von den Klassenräumen fernhalten. Unser großer Dank gilt der Prokura St. Ottilien und P. Maurus für die Finanzierung der Straße.

Abschließend unseren Wohltätern herzlichen Dank für die selbstlose Unterstützung und das Gebet.

Mit den besten Segenswünschen und im Gebet, in Dankbarkeit

Br. Bernhard O.S.B.

Inkamana Abbey, 17.05.2026