Der Mai mit den vielen Feiertagen und den zahlreichen Regen- und Kältetagen ist zu Ende und wir können uns jetzt über die Blütenpracht der Rosen in den Gärten erfreuen und über die Hitze der letzten Tage jammern.
Ebenso konnten wir am letzten Mai-Wochenende das Pfingstfest feiern. Mein Pfingstwunsch, den ich im neueHeimat-Blatt vom Juni letzten Jahres geäußert habe: „Auch vielen unserer heutigen Staatsoberhäupter weltweit würde man wünschen, dass der Heilige Geist auf sie herabkäme und ihnen Erleuchtung bringen möge“ hat sich leider nicht erfüllt. Ganz im Gegenteil!
Auch der Sudetendeutsche Tag, der erstmals in Brünn unter dem Motto „Alles Leben ist Begegnung“ stattfand, wurde dem Schlagwort nicht ganz gerecht. Kaum eine andere Veranstaltung hat die tschechische Nation so gespalten, wie der Sudetendeutsche Tag. Je nachdem welche Informationsquelle man benutzte, Sudetendeutsche Zeitung, Tagesschau-Berichte oder Radio Prag, waren unterschiedlichste Meinungen zu lesen, die selbst bis in die Regierungskreise reichten.
Wen jemand von Euch Lesern den Sudetendeutschen Tag in Brünn besucht hat, würde ich mich freuen, Euren Erlebnisbericht „aus erster Hand“ zu erfahren.
Eine andere Veranstaltung, die dem Motto „Begegnung“ oder besser gesagt „Bewegung“ näher kommt, findet in Deutschland statt.
Sonderausstellung Ferdinand Porsche und andere Pioniere.
Wegbereiter der Mobilität aus Böhmen und Mähren
Ferdinand Porsche (* 1875 in Reichenberg), der Vater des legendären VW-Käfer, und alle weiteren Pioniere schrieben Geschichte und wurden zu Wegbereitern unserer heutigen Mobilität. Ferdinand Porsche wird auch der Satz „Nicht die Technik macht Geschichte, sondern die Menschen, die sie erfunden haben“ zugeschrieben.

Neben Ferdinand Porsche stellt die Ausstellung u.a. Pioniere wie Franz von Gerstner vor, den Konstrukteur der wegweisenden ersten Pferdeeisenbahn Mitteleuropas von Linz nach Budweis oder es ist das von Hugo Albin Liebisch entwickelte originelle und skurrile 6 Meter lange Böhmerland-Motorrad zu sehen.


Das Highlight der Ausstellung dürfte aber das von Willibald Gatter konstruierte Auto sein, das als erster erschwinglicher Kleinwagen der Welt gilt. Weltweit existiert nur noch ein einziges Gatter-Auto.
Doch neben Porsche zeigt die Ausstellung auch die Lebenswege von einigen anderen Konstrukteuren in diesem Feld, die insbesondere beim Fahrrad, Motorrad und dem Automobil Pionierarbeit geleistet haben, wie etwa Vaclav Laurin und Vaclav Klement, deren 1895 gegründete Fahrradfabrik 1925 zum Autohersteller Škoda wurde.



Alle diese Pioniere der Technik brachten der Welt die individuelle Bewegungsfreit, ohne die wir uns das heutige Leben nicht mehr vorstellen könnten.
Nicht nur für Technik-Fans ist diese Ausstellung absolut sehenswert.
Noch bis Sonntag, den 20. September findet sie im Isergebirgs-Museum – Gablonzer Haus, Bürgerplatz 1 – Kaufbeuren-Neugablonz statt.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 13-17 Uhr.
Bitte die Anmeldung zum Malschinger Treffen nicht vergessen!
Herzliche Grüße von Eurer Gerdy Hecker-Pischulti

