Liebe Mitchristinnen, liebe Mitchristen,
Ostern ist der Anfang, nicht das Ende. Der Ostersonntag ist der „erste Tag der Woche“, wie es auch im Evangelium heißt: Viele wünschen am Freitag „ein schönes Wochenende“. Ich widerspreche dem immer: Der Samstag ist der letzte Tag der Woche, das Wochenende. Der Sonntag aber ist der erste Tag der Woche. Er ist der Tag der Auferstehung, damit fängt alles an.
Ohne die Auferstehung wäre es zu Ende gewesen. Dann wäre es richtig, beim „Wochenende“ zu bleiben. Dann hätte das Grab das letzte Wort, wäre der Friedhof das Ende, auf das alles Leben unerbittlich hinausläuft – Schluss und Aus.
So war auch die Stimmung in Jerusalem an diesem ersten Tag der Woche. Am Kreuz, dem grauenvollen Marterpfahl, ist alle Hoffnung der Anhänger Jesu gestorben. Nun liegt sie begraben hinter einem großen Stein.
Der Sonntag ist aber der Anfang und nicht das Ende. Mit dem Ostersonntag beginnt etwas, das nie mehr zu Ende geht. Jesus hat das Grab verlassen. Er lebt. Der Tod ist nicht die Endstation. Er sendet uns: Sagt es allen Menschen weiter!
Ihnen allen von ganzem Herzen gesegnete Ostern – im Glauben an die Auferstehung!
Ihr Dieter Olbrich, Msgr.
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