Mit großer Freude habe ich von dem zehnjährigen Bestehen der Zeitschrift „Glaube und Heimat“ erfahren. Ich habe in einigen Ausgaben geblättert und war erfreut über die enge Bindung, die das Blatt nun schon über zehn Jahre mit den zerstreuten Pfarrkindern aus dem Böhmerwald aufrechterhält. Beim Lesen der Aufsätze und Nachrichten war es für mich eine besondere Freude zu sehen, dass nicht nur die bestimmt nicht kleinen Sorgen, die jeder einzelne des Kreises der Vertriebenen mit sich herumträgt, ihren Niederschlag in dieser Zeitschrift gefunden hat, sondern dass in allen Darlegungen das Heimatgefühl und vor allem die in die neue Heimat mitgenommene geistige Heimat erhalten worden ist.

Hierin liegt für alle Leser von „Glaube und Heimat“ das eigentlich große Geschenk, denn das, was ihnen die Verbindung in den Heimatpfarreien an Mut und Kraft für ihr tägliches Ringen und Arbeiten gibt, kann durch nichts ersetzt werden.

Ich hoffe und wünsche, dass es Ihrem Blatt noch recht lange vergönnt sein möge, diese stille und aufopferungsvolle Arbeit fortzusetzen, damit die so notwendigen Kontakte der jetzt zum größtenteils in Baden-Württemberg und Bayern lebenden Katholiken aus dem Böhmerwald auch weiterhin gewahrt bleiben.

Konrad Adenauer
Bundeskanzler